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Paul Rauschert,
der Gründer des Unternehmens
Über 100 Jahre Erfahrung
Die Erfolgsgeschichte von Rauschert
1898 - Das Gründungsjahr
1923 - 25 Jahre Rauschert
1948 - 50 Jahre Rauschert
1973 - 75 Jahre Rauschert
1998 - 100 Jahre Rauschert
Das zweite Jahrhundert

1898
Das Gründungsjahr

Mit der Erfindung der Dynamo-Maschine durch Werner von Siemens begann 1866 die erfolgversprechende Entwicklung der Elektrotechnik.

Paul Rauschert sen., der gelernte Müllereifachmann aus der Mark Brandenburg, erkannte die große Chance und gründete am 01.07.1898 in Hüttengrund / Thüringen eine Fabrik zur Herstellung von Elektroporzellan.

Schon 1904 betrieb er drei Rundöfen und fertigte mit 150 Beschäftigten Isolatoren für Freileitungen,
aber auch Bierflaschenverschlüsse
und Möbelknöpfe.


Ernst Metzler
(1875-1959)

Carl P. Rauschert
(1888-1924)

Paul Rauschert
(1889-1955)

Egon Rauschert
(1904-1980)

1923
25 Jahre Rauschert

Zum 25. Firmenjubiläum nannte der 65-jährige Gründer eine erfolgreiche Werksgruppe sein eigen. Er hatte weitere Betriebe im Kreis Kronach übernommen und zu modernen Fabriken ausgebaut: 1909 Pressig, unter der Leitung seines Schwagers und Teilhabers Ernst Metzler,
1912 Steinwiesen, geführt von seinem Sohn Paul und
1914 Steinbach am Wald,
geleitet von seinem Sohn Carl.

Das Produktprogramm hatte sich um Beleuchtungsporzellan (Rauchfänger für Gaslampen), Fadenführer, Accumulatoren-Porzellan, Abspanneier und eine Menge kleiner Gebrauchsartikel ausgeweitet. Der Stundenlohn lag bei 16 Pfennigen.


1948
50 Jahre Rauschert

Ein bewegter Zeitabschnitt war
mit dem 2. Weltkrieg zu Ende gegangen: 1924 verunglückte Carl Rauschert bei einem Verkehrsunfall tödlich. Paul muss zurück ins Stammwerk. Sein jüngerer Bruder Egon übernimmt Steinwiesen.

1927 erwirbt die Rauschert-Gruppe einen wichtigen Wettbewerber, die Porzellanfabriken Gebr. Pohl in Schmiedeberg, mit Zweigwerken in Erdmannsdorf und Haselbach. Paul Rauschert jun. übernimmt die Leitung. Rauschert hat nun 2200 Beschäftigte. Steatit und Pyrolit (Cordierit) ergänzen das Produktionsprogramm.
1929 stirbt Paul Rauschert sen.

Die Weltwirtschaftskrise trifft Rauschert hart. 1931/32 hat Rauschert vorübergehend nur noch 60 Mitarbeiter. Durch Erbauseinandersetzung verliert Rauschert 1933 die Werke Hüttengrund und Steinwiesen,
mit Ende des 2. Weltkrieges 1945 auch die schlesischen Werke.

1940 treten Gottfried Paul Rauschert und 1944 Paul Ernst Metzler in die Firma ein und beginnen zusammen mit Paul und Egon Rauschert den Neuaufbau des Unternehmens.

Alle Rauschert-Werke im Jahre 1927 auf einen Blick:
Hüttengrund (1), Pressig (2), Steinwiesen (3),
Steinbach am Wald (4), Schmiedberg (5),
Zillertal-Erdmannsdorf (6) und Haselbach (7)


1973
75 Jahre Rauschert

Im Jubiläumsjahr blickt Rauschert nach überwundenen Schwierigkeiten optimistisch in die Zukunft.

1950 nahm unter der Leitung von Gottfried Rauschert das Werk Oberbettingen seine Arbeit auf. Die nach dem Krieg verbliebenen Werke Pressig und Steinbach a.W. liefen wieder auf Volldampf. 1965 erwarb Rauschert das frühere Werk Steinwiesen zurück. Dietrich Rauschert übernimmt die Leitung. 1966 geht mit dem Flaschenverschlussgeschäft 30% des Rauschert-Umsatzes verloren. Rainer Kober, seit 1969 Geschäftsführer, beginnt deswegen in dem besonders betroffenen Werk Steinwiesen das Geschenkartikel-Programm “Funny Design”.

1967 Erweiterung der Produktpalette durch Kunststoffspritzguss in Oberbettingen. Rauschert hat insgesamt 600 Beschäftigte.

Von links nach rechts:
Rainer Kober,
Paul Ernst Metzler,
Gottfried P. Rauschert,
Dietrich Rauschert

1998
100 Jahre Rauschert

Im Jubiläumsjahr kann Rauschert
auf 25 Jahre stetige Expansion zurückblicken.

Mit einem Großkunden ging man nach Portugal und gründet 1973
die Rauschert Portuguesa.

1976 Start des Geschäftsbereiches Verfahrenstechnik mit neuen Produkten und eigenem Anlagenbau für Chemie und Umweltschutz.

1978 Kauf der Fertigung Fadenführer aus Aluminiumoxid von Friedrichsfeld (Degussit).

1982 Gründung des US-Werkes in Madisonville/Tennessee.

1990 werden R.P. Rauschert und

1993 Dr. R. Metzler und

1997 T.P. Rauschert Geschäftsführer des Unternehmens 

1994 beteiligt sich Rauschert an einem tschechischen Pressporzellanhersteller. Es entsteht die Firma Elpor-Rauschert s.r.o., Bohosudov.

1995 lässt Rauschert das eigene Qualitätssicherungssystem nach
ISO 9001 zertifizieren.

1996 erwirbt Rauschert das Porzellanwerk Kloster Veilsdorf in Thüringen, vor dem Krieg und nach der Grenzöffnung ein bedeutender Wettbewerber. Außerdem entsteht die tschechische Rauschert s.r.o. in Horny Slavkov.

1997 übernimmt Rauschert das frühere schlesische Rauschertwerk Erdmannsdorf, jetzt Myslakowice, Polen.

1998 wird eine neue Steatit-Fertigung in Heinersdorf/Thüringen aufgebaut.

Rauschert beschäftigt jetzt 1500 Mitarbeiter an 10 Standorten.


Das zweite Jahrhundert

Das schnell gewachsene Unternehmen wird neu strukturiert, in Unternehmensbereiche gegliedert und verschiedene Bereiche werden rechtlich verselbstständigt.

2002 entsteht mit dem Kauf eines Keramikwerkes in Barcelona die Rauschert Espana. Im gleichen Jahr beginnt in Hermsdorf die Fertigung keramischer Bauelemente (PTC-Keramik).

2003 wird mit der Gründung von Rauschert Italia die Präsenz in Südeuropa erweitert.

2003 - 2005 stellt sich Rauschert mit der Gründung der Standorte in China ( Shanghai , Kunshan) , Indien ( Pondicherry)  und Mexiko(Aguascalientes)  den Herausforderungen der Globalisierung.

2006 erfolgt die Gründung von Inopor. Das Gemeinschaftsunternehmen ist dabei, sich als leistungsfähiger Lieferant für die keramische Filtration zu etablieren.

Im gleichen Jahr wurde der Bereich Verfahrenstechnik verkauft.

Heute ist Rauschert ein global präsentes Unternehmen mit 17 Standorten, das maßgeschneiderte Produkte aus Technischer Keramik und Kunststoffen für industrielle Kunden anbietet.